Islam: Eine kleine Einführung

  • Die fünf Säulen des Islam

Ibn Umar Ibnu Alkhattab (Allahs Wohlgefallen auf beiden) berichtete, dass der Gesandte Allahs (Allahs Segen und Frieden auf ihm) sagte: Der Islam wurde auf fünf (Tragpfeilern) gebaut (Bukhari und Muslim)

Die 5 Säulen des Islam

1. Das Glaubensbekenntnis (Schahada)

شـهـادة أن لا إلـه إلا الله وأن محمدا رسول الله

Bezeugnis, dass keiner das Recht hat angebetet zu werden außer Allah, und dass Muhammad (S) der Diener und Gesandte Allahs ist. Dieses Zeugnis muss mit reinem Herzen und voller Absicht abgelegt werden. Mit diesem Satz und einem reinen Herzen kann jeder Mensch dem Islam beitreten und erfährt durch die Güte und Barmherzigkeit Allahs, die Tilgung aller bis dahin begangenen Sünden.

2. Das Verrichten des Gebets

وإقامة الصلاة

Allah der Erhabene hat dem Menschen fünf obligatorische Gebete am Tag auferlegt, wodurch Muslime praktisch den ganzen Tag über an Allah und die Vergänglichkeit des Lebens erinnert werden. Durch diesen Gottesdienst wird natürlich ein Gebot Allahs befolgt; die Menschen können barmherzigen Schöpfer daneben aber auch Ängste und Wünsche mitteilen und somit um Hilfe bitten. Diese verpflichtenden Gebete finden zu unterschiedlichen Zeiten statt und richten sich nach dem Stand der Sonne. Um ein Gebet zu verrichten sind verschiedene Voraussetzungen zu erfüllen. Eine davon ist der Zustand der rituellen Reinheit, welche durch eine im Ablauf fest vorgeschriebene rituelle Waschung erlangt wird.

3. Das Entrichten der Zakah (Almosen)

وإيـتـاء الـزكـاة

Das Entrichten von Almosen ist für jeden Muslim – der die Möglichkeit hierzu hat – einmal im Jahr verpflichtend und entspricht einer weiteren Form des Gottesdienstes. Sind erst einmal die Voraussetzungen hierfür erfüllt, gibt es genaue Berechnungsformeln, die die individuelle Höhe der Zakah festlegen. Durch das Entrichten der Zakah erhält der Mensch die Möglichkeit, sich von schlechten Eigenschaften wie Habsucht und Egoismus zu reinigen. Daneben kann man dazu beitragen, bedürftigen Menschen zu einem würdigen Platz in der Gesellschaft zu verhelfen.

4. Das Fasten (im Monat) Ramadan

وصـوم رمضان

Der neunte Mondmonat des islamischen Kalenders (Ramadan) ist für Muslime der Monat des Fastens. Im Monat Ramadan müssen sich Muslime vom Morgengrauen bis zum Sonnenuntergang in Enthaltsamkeit üben (u.a. hinsichtlich der Nahrungsmittelaufnahme). Dabei hat Allah in Seiner unendlichen Barmherzigkeit eine Ausnahme für Kranke, Reisende und solche die nicht in der Lage sind zu fasten, festgelegt. Muslime nutzen diesen heiligen Monat um den Grad ihrer Frömmigkeit in allen Bereichen ihres Lebens zu steigern. Das Ende dieses Monats wird durch das so genannte Fest des Fastenbrechens beim Erscheinen des Neumondes besiegelt.

5. Die Pilgerfahrt

وحـج البيت

Die Wallfahrt nach Mekka, der heiligsten Stadt im Islam wird als Hajj bezeichnet. Sie ist Muslimen – sofern sie dazu körperlich und finanziell in der Lage sind – eine Pflicht, die sie einmal in ihrem Leben vollziehen müssen. Die alljährliche Hajj beginnt im zwölften Monat des islamischen Mondjahres. Dabei tragen die Pilger einfache Gewänder, die alle Unterschiede der Klasse und Kultur aufheben. Zu den Riten der Hajj, welche auf den Propheten Abraham zurückgehen, gehört u.a. das siebenmalige Umschreiten der Kaaba und der siebenmalige Gang zwischen den Hügeln Safa und Marwa, wie es Hagar (Abrahams Frau) bei ihrer Suche nach Wasser tat. Später stehen die Pilger miteinander in der weiten Ebene von Arafat (eine große Wüstengegend außerhalb von Mekka) und beteiligen sich am Gebet um Allahs Vergebung. Durch die Pilgerfahrt erfahren Muslime die Vergebung aller Sünden durch Allah und erreichen durch Hingabe und hochgradige Spiritualität eine Reinigung ihrer Seele. Den Abschluss der Hajj bildet ein Fest, der Tag des Idu l adha was von allen Muslimen an diesem Tag gefeiert wird.

 

  • Verhaltensregeln für Muslime und das gute Benehmen

Menschen sind täglich von vielen anderen Menschen umgeben. Dabei sind sie widrigen Umständen ausgesetzt wie auch in entspannten Situationen anzutreffen. In dem von uns angebotenen Islamunterricht wird vermittelt, welche Verhaltensoptionen in bestimmten Situationen bestehen. Ein ehrenvoller Charakter sollte unserem Vorbild entsprechend, das Ziel eines jeden Muslims sein. Als einfache Beispiele für diesen Teil ist der Umgang mit den Eltern oder den Nachbarn anzuführen. Sie haben auf die jeweils eigene Art und Weise einen hohen Stellenwert und sind daher mit besonderer Sorgfalt und Güte zu behandeln.

 

  • Das Lesen und die Rezitation des Qur’ an

Das Lesen und verstehen des Qur’ an ist eine wichtige Aufgabe eines Muslims in seinem täglichen Leben. Neben den Gebeten wird dadurch die Bindung zu Allah immer wieder gefestigt und die Besinnung auf die Botschaft aufgefrischt. Deshalb bieten wir einen Unterricht an, in dem in einem ersten Schritt rder Fokus auf das Lesen und die Methoden des Auswendiglernens des Qur´ans gelegt wird. In einem zweiten Schritt lernen Interessierte die richtige Aussprache (Tajwid). Dabei soll neben praktischen Übungen auch in das umfangreiche theoretische Regelwerk eingeführt werden.

 

  • Das Leben des Propheten (S) und islamische Geschichte

Das Leben des Propheten (S) dient Muslimen als leuchtendes Beispiel für alle Bereiche des täglichen Lebens. Während seines Lebens haben die Gefährten (Sahaba) alle Handlungen von Muhammad (S) nachgeahmt und sie später aufgrund lückenloser authentischer Überlieferungsketten für die Nachwelt niedergeschrieben. Neben dem Studium der Sunna des Propheten Muhammad (S) studieren Muslime auch die islamische Geschichte, welche untrennbar mit der einzigartigen und spannenden Geschichte von Muhammad (S) verbunden ist. In einem scheinbar unbedeutenden Ort auf der arabischen Halbinsel im heutigen Saudi Arabien hat ein von Allah auserwählter Mann namens Muhmmad (S) eine Entwicklung eingeleitet, die die Welt für immer verändern sollte…